Umweltsicherung

Umweltschonende Grundwassergewinnung 

 

Das Maß des Wassers

Als Antwort auf die Schäden durch den Wasserraubbau entwickelte die SGV 1992 das System der umweltschonenden Grundwassergewinnung, das in den Biotopen einen ausreichenden Mindestwasserstand garantieren soll. Mit Protestaktionen, Kampagnen und langen Verhandlungen mit allen Beteiligten hat sie es in 13 überörtlichen Gewinnungsgebieten in den Genehmigungsbescheiden verankert.

 

Wichtige Kriterien:

– Reduzierung des ökologischen Risikos
– Abhängigkeit der genehmigten Fördermenge von der Wasser-verfügbarkeit in den Biotopen
– Schutz der Biotope durch Grenzgrundwasserstände (GGS)
– Regeneration geschädigter Biotope
– Sparsame Verwendung von Vogelsbergwasser
– Öffentliche Kontrolle von Fördermengen und Auswirkungen

 

Grenzgrundwasserstände gegen Austrocknung

Hauptinstrument dieses Systems zum Schutz der jeweiligen Biotope sind die Grenzgrundwasserstände (GGS), die durch die Wasserförderung nicht unterschritten werden dürfen. Werden sie bei fallenden Pegeln erreicht, muss der Wasserversorger seine Brunnen drosseln oder ausschalten, bis der Wasserspiegel wieder ansteigt. Seit mehr als 10 Jahren machen so gut wie alle Beteiligte mit diesem System, das die Vereinbarkeit von Naturschutz und Wasserversorgung herstellt, positive Erfahrungen.

 

Kontrolle und Weiterentwicklung zur Risikominimierung

Die umweltschonende Grundwassergewinnung ist wichtiger Bestandteil einer vorausschauenden Zukunftsvorsorge. Die SGV kontrolliert daher ihre Einhaltung und entwickelt das Gesamt-System weiter. So sollen künftig Vorwarnwerte eingeführt werden, um die Schutzfunktion zu verstärken. Vor dem Hintergrund des Klimawandels sollen flexible Fördermengenverlagerungen zwischen verschiedenen Brunnen vor einem punktuellem Wassermangel schützen. Die SGV ist dabei, die umweltschonende Grundwassergewinnung in Hessen flächendeckend und juristisch verbindlich als Standard zu verankern.

 

Grafik_GGS